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Leseprobe

Lausespitz - Band 1:
Das Geheimnis im Burggewölbe


... ... ... Erneut ging es los mit »Eins, zwo, drei - auf!« Alle Muskeln waren bis zum Letzten angespannt. Ihre Kopf- und Halsadern traten dick hervor.

Gerade wollten sie aufgeben, da fing es an zu knirschen und zu knarren. Zuerst leise und verhalten, dann immer kräftiger. Der Deckel ächzte und stöhnte. Mit letzter Kraft konnten sie ihn aus seinem langen Domröschenschlaf lösen und zwei Handbreit heben. Dabei hörten sie ein kurzes, metallisches Klicken. Irgendetwas bewegte sich an der Wand der Truhe.


Völlig erschöpft ließen sie den Deckel vorsichtig wieder herunter. Da rief Lausespitz: »Ich glaube, mich hat eben etwas gepiekst.«

Peter tastete in der Dunkelheit sofort nach der Taschenlampe, die irgendwo am Boden lag. Schnell knipste er das Licht an. Und jetzt erschraken sie maßlos. Was sie erblickten, ließ sie erstarren: Schaurig schaute eine eiserne Hand links zwischen Deckelrand und Truhe heraus! Unheimlich sah sie aus im schwachen Licht der Taschenlampe. Vor Angst blieb ihnen die Spucke weg!

Lag da etwa ein Ritter in seiner Rüstung? Ob der noch lebte? Nein, das konnte nicht sein! Aber warum stank es dann nicht? Leichen sollen doch schrecklich riechen.

Vielleicht war der Ritter bereits vollkommen verwest, und es lagen dort nur noch seine Knochen in der Rüstung? Warum befand er sich überhaupt in dieser Kiste? Auf jeden Fall wurde ihnen jetzt klar, warum diese so groß war.

Bei ihren Vermutungen über den Ritter in der Truhe ließ sich besonders Lausespitz in seinem Redeschwall nicht bremsen. Die Fantasie der beiden Buben war heute auf der Burg ja bereits mehrfach kräftig angeregt worden. Aber jetzt trieb es Lausespitz doch zu bunt. Er sprach eigentlich lauter verrücktes Zeug.

Peter leuchtete in das Gesicht seines Freundes und stellte entsetzt fest, dass es krebsrot angelaufen war. Groß und starr schauten ihn seine Augen an. ... ... ...

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