Leseprobe
Lausespitz - Band 2:
Auf den Spuren der Bankräuber
... ... ... Jetzt hörten die Jungen von unten schlurfende Schritte die Stufen heraufkommen.
»Latsch nicht so laut die Treppen hoch! Weckst noch die ganze Nachbarschaft mit deinem Getrampel.«
Eng an die Wand gedrückt, sahen die Jungen durch die offenen Stufen unter ihnen,
wie sich ein schwarzer, breitkrempiger Hut Schritt für Schritt nach oben bewegte.
Aus der Kellertür hörten sie eine höhnische Stimme rufen: »Ist das Bubilein etwa müde?
Bist hier nicht zum Schlafen. Los, mach endlich schneller!«
Der Angemotzte müpfte auf. Er stellte in aller Seelenruhe die prall gefüllten,
großen Plastiktüten auf der Stufe ab und giftete zurück: »Schnauze Langer.
Sonst zisch ich ab und du kannst alleine weiter malochen.«
»War doch nicht so gemeint, Bruderherz«,
besänftigte einige Stufen tiefer der mit der dunklen Fliegerkappe.
Brummend wurden die Tüten wieder aufgenommen,
das restliche Stück nach oben getragen und neben der schmalen Eingangstür abgestellt.
Dann vernahmen sie erneut eine klare Anweisung:
»Hechte runter und schnapp dir die nächsten Goldesel. Ich bunkere derweil die Beute.«
»Wird sofort erledigt«, kam die Antwort von der Treppe.
Die Eingangstür zum Hof stand offen, die Jungen spürten einen kühlen Windzug.
Von draußen drang etwas Licht in den Gang, wahrscheinlich von einer Straßenlaterne oder vom Vollmond.
Da entdeckte Peter links neben der Tür dicht an seinem Knie einen Knopf.
Er stieß Lausespitz in die Seite und flüsterte ihm ins Ohr:
»Das ist vielleicht ein Alarmknopf.«
Lausespitz tastete nach dem Knopf und drückte kurz entschlossen fest und lange darauf.
Aber nichts war zu hören.
Die Jungen waren eigentlich froh, dass es nicht klingelte.
Sie wollten die Einbrecher nicht noch extra auf sich aufmerksam machen.
Nun kamen die Männer auch schon zurück.
Der Lange zog leise die Tür hinter sich zu und wartete an die Wand gelehnt auf seinen Kumpel,
dessen Schritte wieder laut zu hören waren.
Plötzlich erstrahlte das Treppenhaus in vollem Licht.
Gauner und Buben erschraken fürchterlich. ... ... ...
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