Leseprobe
Lausespitz - Band 3:
Im Land der Canyons und Kakteen
... ... ... Tante Betty stand wie vom Schlag gerührt. Der Schreck lahmte ihre Glieder.
Alles ging unwahrscheinlich schnell. Bevor sie zu Hilfe eilen konnte, war Mäxchen schon weg.
Betty konnte es nicht fassen. Völlig außer sich schrie sie laut um Hilfe.
Im Nu war sie von Onkel Otto, den beiden Jungen und einigen Touristen umringt.
Sie zeigte auf den davonfliegenden Vogel und konnte vor Aufregung kaum sprechen: ... ... ...
»Siehst du, Annegret, jetzt hast du deinen Sonnenstich!
Ich habe dich ja gestern schon gewarnt.
Du liegst viel zu lange hier oben in der Sonne.
Kein Wunder, wenn du dann Riesenvögel deutsch sprechen hörst.«
»Blödsinn, Fritz! Ich weiß doch, was ich höre«,
erwiderte seine Frau aufgebracht und trank das angebotene Glas in einem Zug leer.
... ... ... Der Bordtechniker öffnete die Seitentür des Helikopters und schob
den auf einer Schiene befestigten Arm des Seilzugs heraus.
Daran baumelte der knall-rote Rettungsgurt. Langsam wurde er herabgelassen.
Jim stand in der Tür seiner Maschine und gab Handzeichen nach oben.
Nun bat er als ersten Lausespitz, vorzukommen. So ganz wohl war dem Jungen nicht dabei.
Jim klopfte ihm auf die Schulter und beruhigte ihn: »Nimm's locker.
Es kann dir nichts passieren.«... ... ...
... ... ... Noch heute kannst du die gut neunzig Meter hohe Regenbogenbrücke bewundern.
Die Navajos sagen, der Platz an dem das Naturwunder steht, ist ein heiliger Ort.
Übernatürliche Kräfte sollen von ihm ausgehen.
Wenn du Sorgen hast, pilgere zu dem steinernen Regenbogen; verweile ehrfürchtig unter ihm;
streife ab jede Hektik und lasse die Ruhe des Tales auf dich wirken; sprich ein stilles Gebet.
Dann wirst du spüren, wie deine Sorgen ihre Schwere verlieren und sich verflüchtigen.
Gestärkt und getröstet wirst du von dieser geweihten Stätte weiterziehen. ... ......
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