Leseprobe
Lausespitz - Band 4:
Falschgeld im Fürstenschloss
... ... ... Herr Rehbein näherte sich wieder dem Bild und - schwuppdiwupp -
zog er diesmal am seitlichen Rand einen Geldschein heraus.
Dann holte er direkt daneben einen weiteren hervor. Später einen von oben.
Und so ging es in einem fort. Erstaunlich,
mit welcher Geschwindigkeit aus dem Bilderrahmen Geldscheine wuchsen.
Der Großvater konnte die vielen Scheine kaum in seiner Hand
halten und so stopfte er sie in die Hosentaschen. ... ... ...
... ... ... »Ich dachte, das darf nicht wahr sein!«, fuhr Frau Strenger fort.
»Da sehe ich doch, wie sich ein älterer Mann mit dem Taschenmesser ein
Stückchen von der vergoldeten Kante des umlaufenden Simses abschneidet,
so als ob es eine Scheibe Gelbwurst wäre!«... ... ...
... ... ... Lausespitz packte panische Furcht. Dort hinter dem Bild befand sich jemand,
der ihnen feindlich gesonnen war. Angst würgte ihn, sie ließ sein Herz rasen.
Sein Puls schlug in rascher Folge. Er fror und schwitzte gleichzeitig.
Mit seiner Taschenlampe wollte er das Bild anstrahlen, doch sein Arm war wie gelähmt.
Er konnte ihn nicht bewegen. Jetzt drehte sich Peter im Zeitlupentempo zu Lausespitz um.
Mit kraftloser Stimme flüsterte er: »Lasst uns abhauen. Hier ist der Wurm drin.« ... ... ...
... ... ... Lausespitz ging runter in die Hocke und presste sein Ohr fest an die Scheibe.
Einwandfrei, das war Natascha! Sie klopfte den Takt zu den beleidigenden Worten,
die sie ihm vor wenigen Tagen so zornig entgegengeschmettert hatte: ... ... ...
... ... ... Die Zuschauer hielten den Atem an. Unvorstellbar, was sie da erlebten!
Von ganz alleine schob sich der Tisch langsam unter Nataschas Körper weg!
Viele bekamen eine Gänsehaut vor Aufregung. Lausespitz kriegte feuchte Hände.
Ein Schauer lief über ihn. Er bangte und zitterte um Natascha.
Hoffentlich fiel sie nicht herunter auf den Boden! ... ... ...
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